Graffiti im Conti, Fotograf Hannover

Lost place und das K 14

Lost place und bitte was?

Ja ich weiss. Die Überschrift liest sich wie der Einsatz eines Spezialkommandos im Jurassik Park. Ich kann das erklären! Wirklich!

Was ist ein Lost place?

Lost places stehen neudeutsch für verlassene und verfallene Orte. Orte an denen früher Betrieb herrschte, Leben und Geschehen. Seien es alte Villen, Fabriken, oder Krankenhäuser. Ja sogar Spukhäuser gibt es zu entdecken.
Hier in Hannover war das alte Contigelände der absolute Fotografen-Spot. lost places, Hannover, ContiNormalerweise schreibt man nicht wo sich die einzelnen Spots befinden, da man unnütz Randalierer anzieht und das Ganze eben auch ein Stück Mysterium verliert. Im Fall des Contis ist es allerdings ein offenes Geheimnis. Moment! War? Richtig! Das Gelände wird aktuell saniert und mit Wohneinheiten neu bebaut. Erhalten bleibt auf jeden Fall der alte Conti-Turm.

Ich habe diesen Spot geliebt. Es gab einfach jedes mal etwas neues zu entdecken. Zum einen die ständig wechselnden Graffitis, zum anderen aber auch die ganzen kleinen Details, Strukturen und Perspektiven.
Außerdem konnte man da fantastisch Menschen fotografieren, dazu ein anderes mal mehr.

Was ist bei Lost places zu beachten?

Lost Places sind manchmal nicht ganz unkompliziert. Im Regelfall gehören sie schlicht jemandem. Gerade bei verfallenen Villen, aber auch den meisten anderen Locations sollte man sich vorher mit dem Eigentümer in Verbindung setzen und lieb fragen ob man dort fotografieren darf.
Hausfriedensbruch ist eine hässliche Sache und man kann sich den Ärgern mit etwas Recherche sparen.

Safety first

Je nach dem wo der lost place zu finden ist, sind ein paar Sicherheitsvorkehrungen nicht schlecht. Gerade bei abgelegenen Plätzen:

  • nie alleine hingehen, zu zweit, besser zu dritt
  • Licht mitnehmen
  • Verbandszeug / Pflaster einpacken
  • keine Risiken eingehen

Das sind Ruinen. Die nehmen das Thema Statik oftmals nicht mehr so ernst. Man kann oft nicht einschätzen wie morsch der Boden ist, ob es hinter der nächsten Tür überhaupt einen gibt, oder ob die Treppe hält.
Lieber auf Nummer sicher und mit faszinierenden Bildern heim, statt mit kaputten Knochen.

Was ist jetzt dieses mysteriöse K 14?

Über das Classic K 14 bin ich beim surfen gefallen. Es handelt sich um eine Lightroom Presetreihe, entworfen von André Duhme.
André hat da in meinen Augen etwas ganz großes geschaffen!

Lightroom Presets sind im Grunde Abkürzungen, um  entworfene Bildlooks (Farben, Kontraste, Schärfe etc.) mit einem Klick anwenden zu können.

André hat sich hingesetzt und Presets entworfen, die über die Farbprofile und weitere Einstellungen den Look des Analogfilms Kodak Kodachrome 25 und 64 simulieren.
Nicht nur das das Preset durch seine vielen Anpassungsmöglichkeiten super flexibel ist, André leistet auch noch einen riesigen Support in der dazugehörigen Facebookgruppe. Es sind binnen weniger Wochen dutzende Kameraprofile als Unterstützung dazugekommen. Mittlerweile werden alle drei meiner Cams (Canon 80D, Sony Alpha6000 und die Canon 500D) voll unterstützt!
Ich finde den Look dieser Einstellungen einfach nur genial! Die meisten der folgenden Aufnahmen sind mit diesem Preset als Basis nachgearbeitet worden… Speziell für Street und urban eignet sich dieser Look ausgezeichnet! Selbst für Portrait kann man ihn verwenden.
Wenn Du selbst mit Lightroom arbeitest, schau auf jeden Fall mal auf Andrés Blog vorbei, oder besuche den Classic K14 Instagram Channel.

  1. Pingback: Warum ich meine Canon verkaufe... - Sebastian Berger Photography

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