Landschaftsfotograf Hannover, BH2O, Sebastian Berger

Besuch in Mecklenburg-Vorpommern Teil 1 – Sternenfotografie

Urlaub? Was ist das?

Ich habe mir dieses Jahr noch keinen Urlaub gegönnt, da kam der anstehende Geburtstag meines Vaters gerade recht.
Wenigstens ein verlängertes Wochenende musste mal sein! 🙂

Ich gebe zu, dieses magische U R L A U B Ding fällt mir noch schwer.
Das bin ich schlicht nicht gewohnt, freie und vor allem bezahlte Zeit zu haben.
Gesagt getan. Idee war auch gleich mal Bilder von meinem Vater zu machen, sowie die das stockfinstere Hinrichshof dafür zu nutzen Bilder vom Sternenhimmel zu schiessen, etwas was man im lichtverseuchten Hannover (meistens) völlig vergessen kann.
Zu diesem Zweck hatte ich die Canon 80D eingepackt und das (eigentlich schon verkaufte, aber vom Käufer nochmal ausgeliehene) Sigma ART 18-35mm F1.8.
Meine Leidensgeschichte mit dieser Kombination widme ich mal einen separaten Beitrag. Selten hat mich Technik so zum jubeln und so zum fluchen gebracht, wie die Kombi aus 80D und Sigma ART.

Sterne? Was ist mit Wolken?

Ein schöner Sternenhimmel hängt primär von drei Faktoren ab. Genannte Lichtverschmutzung, möglichst wenig Wolken am Himmel und Mond braucht man im Idealfall auch nicht wirklich.
Und was soll ich sagen? Nach wochenlangem Hannover Sommer (sprich grauen Wolken gewürzt mit Regen), hatte ich in Hinrichshof Glück.
Was war schweinekalt, knapp über dem Gefrierpunkt, aber sternenklar!
Neumond war bereits rum, aber er war noch ganz am Anfang seiner Wiedergeburt.

Fail

Jetzt hatte ich mir extra ein Buch zum Thema Sterne fotografieren ein Buch zulegt und zwar von Katja Seidel

aus dem Rheinwerkverlag (Affiliatelink).
Clever wäre gewesen, es VORHER zu lesen.
Dann hätte ich gewusst, dass ich, um die Sterne auch als Punkte und nicht als Zieher / Streifen abzubilden, NICHT pauschal mal mit 25s Belichtung draufholzen sollte.
Nun ja…. learning by doing. Also nachgelesen und festgestellt, dass man bei einer Cropkamera bei 18mm Brennweite maximal 15s verwenden sollte.

Ich seh Sterne!

Jetzt konnte es losgehen. Kamera aufs Stativ, Fokus auf unendlich und auf manuell gestellt, Blende 2.0 und ISO erstmal auf 1600.

Ich habe eine Weile hin und her experimentiert und konnte am kommenden Tag dann noch eine zweite Runde am Drewitzer See und am Krakower See einlegen.
Bei den Panoramen herrscht noch Verbesserungsbedarf. In Ermangelung eines Nodalpunktadapters war das mehr „frei Schnauze“ und das sieht man leider. Hier werde ich wohl noch mal in der Bildbearbeitung basteln, allerdings sollte das garnicht nötig sein.
Trotzdem bin ich mit dem Mecklenburger Himmel zufrieden… Was sagst Du?

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